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KI bei KHS: Intelligentes Füllventil

Das selbstlernende Füllventil von KHS im Detail© KHS-Gruppe

Die KHS-Gruppe entwickelte im Rahmen eines Forschungsprojekts ein Füllventil, das selbstlernend sehr vielseitig einsetzbar ist.

Im Zuge fortschreitender Digitalisierungsprozesse sind Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz (KI) zwei zentrale Themen, die für produzierende Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Daher ist auch NIRO an innovativen digitalen Entwicklungen dieser Art interessiert.

Die KHS Gruppe ist ein international tätiger Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen, der in der Getränke- und (flüssige) Lebensmittel-Industrie eine führende Stellung einnimmt. Auch im Non-Food-Bereich werden Anlagen des NIRO-Mitgliedsunternehmens eingesetzt.
Innovative Lösungen sind gefragt und im Rahmen eines Forschungsprojekts konnte KHS einen weiteren Schritt Richtung Digitalisierung der Getränkeindustrie machen.
Der zugrunde liegende Füllprozess wurde in den Fokus der Forschung gerückt und sollte weiter verbessert werden. Es wurde eine intelligente Steuerung und Vernetzung entwickelt, die die Flexibilität und Energie- und Ressourceneffizienz der Produktionsprozesse optimiert.
Das Ergebnis: ein selbstlernendes Füllventil, das eigenständig unterschiedlichste Produkte in Behälter füllen kann. Es müssen keine Umstellungen an der Anlage vorgenommen werden. Eine Kamera dient als Sensor und ermittelt, wie ein bestimmtes Getränk optimal in den jeweiligen Behälter gelangt. Der Füllprozess wird überwacht und ausgewertet. Mithilfe der erhobenen Daten „lernte“ das Füllventil innerhalb des Systems die optimale Befüllung.
In diesem Fall reduziert KI die bestehende Komplexität bei einem minimalem Bedien- und Wartungsaufwand. Manuelle Eingriffe werden überflüssig.

Das Forschungsprojekt „DnSPro – Dezentral kooperierende, sensorbasierende Subsysteme für Industrie-4.0-Produktionsanlagen“ zielte auf die Vernetzung von unterschiedlichen elektronischen Schnittstellen in automatisierten Anlagen.
Das von KHS entwickelte intelligente Füllventil macht einmal mehr deutlich, wie sehr Produktionsprozesse in digitaler Form eine Schnittstelle zur IT benötigen. Dies gilt zunächst einmal für die Konstruktion neuer Anlagen, ist aber auch unverzichtbar, wenn Bestandsanlagen aufgewertet und durch die Kombination bestehender Elemente mit intelligenten Anwendungen optimiert werden können.

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Die Möglichkeiten einer IT-gestützten Produktion auszuloten, bietet ab Januar 2020 das von der NIRO-Akademie neu entwickelte Weiterbildungsprogramm „NetzWerkStatt ProduktionsIT“, das in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dortmund und der Fachhochschule Dortmund genau diese Schnittstelle von Produktion und IT in den Mittelpunkt rückt.
Nähere Informationen dazu finden Sie hier.