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TZDO als Mitglied bei NIRO

Das TechnologieZentrumDortmund auf dem Wissenschafts- und Technologiecampus Dortmund von oben © Foto: Hans Blossey

TZDO-Geschäftsführer Dirk Stürmer © Foto: Roland Kentrup

Das TechnologieZentrumDortmund (TZDO) als größter Technologieinkubator deutschlandweit erweitert Möglichkeiten für das Netzwerk.

Das Zentrum für Produktionstechnologie Dortmund (ZfP) – als ein Kompetenzzentrum des TZDO – war schon seit einigen Jahren Mitglied bei NIRO. Mittlerweile ist Dirk Stürmer, der zuvor das ZfP leitete, Geschäftsführer der TechnologieZentrumDortmund GmbH geworden und der gesamte Verbund TZDO ist jetzt NIRO-Mitglied.
Damit erweitern sich zugleich die Möglichkeiten, die das TZDO für das Netzwerk bietet.

Als Mittelpunkt innovativer Technologien ist das TZDO der größte Technologieinkubator in der Region und deutschlandweit. Es wurde 1985 als ein Initiator des Strukturwandels der Region gestartet. Heute umfasst das TZDO rund 100.000 Quadratmeter Fläche. Über 200 technologieorientierte Unternehmen, Startups und Existenzgründer*innen sind im TZDO in verschiedenen Kompetenzzentren mit branchenspezifischer Ausrichtung angesiedelt.

Das TZDO fungiert als Magnet und Drehscheibe für zukunftsweisende Technologien. Diese reichen von der Informationstechnologie und Logistik über die Biomedizin sowie Mikro- und Nanotechnologie bis hin zur Produktionstechnologie.
Zum Verbund TZDO gehören aktuell sechs Zentren an vier verschiedenen Dortmunder Standorten.

NIRO freut sich sehr, dass der Verbund TZDO das Netzwerk verstärkt und stellte TZDO-Geschäftsführer Dirk Stürmer einige Fragen, um die Vorteile dieser Erweiterung genauer unter die Lupe zu nehmen.

5 Fragen an Dirk Stürmer, Geschäftsführer TechnologieZentrumDortmund GmbH (TZDO)

NIRO: Dirk Stürmer, mit dem Zentrum für Produktionstechnologie Dortmund (ZfP) ist das TechnologieZentrumDortmund (TZDO) schon langjährig bei NIRO aktiv. Künftig werden Sie sich auch stärker mit dem gesamten TZDO in das Netzwerk einbringen. Was hat Sie dazu bewegt?
Dirk Stürmer: Das TechnologieZentrumDortmund (TZDO) ist die Dachgesellschaft des Zentrum für Produktionstechnologie Dortmund (ZfP), das ja schon seit einigen Jahren Mitglied bei NIRO war. Mit dem ZfP haben wir hauptsächlich Unternehmen aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau und passenden Technologiefeldern adressiert und zusammengefasst.
Das TZDO ist eine deutlich größere und wesentlich breiter aufgestellte Gemeinschaft von jungen Unternehmen und Technologie-Start-ups. Über 200 Unternehmen versammeln sich in verschiedenen Kompetenzzentren mit branchenspezifischer Ausrichtung unter dem Dach des TZDO. Für viele dieser Unternehmen ist NIRO von Interesse und umgekehrt sind diese für die NIRO-Mitglieder als potenzielle Partner interessant.


NIRO: Welche Themen sind beim TZDO derzeit besonders wichtig? Worüber sollte im Netzwerk diskutiert werden?
Dirk Stürmer: Eine der Kernaufgaben des TZDO ist es, den Technologietransfer am Standort zu fördern und zu organisieren. Dabei geht es sowohl um den direkten Transfer von wissenschaftlichem Know-how in die Unternehmen als auch um die Förderung von Unternehmensneugründungen in Dortmund. Als Informationsplattform und Netzwerks-Schnittstelle steht das TZDO aber auch für alle Mitgliedsunternehmen bereit, um beispielsweise Kontakte sowohl zu Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen als auch zu interessanten Start-ups und Gründer*innen in unseren Zentren herzustellen.
 

NIRO: Welche Dienstleistungen oder Innovationen des TZDO könnten auch für andere NIRO-Mitgliedsunternehmen von Interesse sein?
Dirk Stürmer: Ein Spezifikum des TZDO ist Bereitstellung von technischer Infrastruktur für unterschiedliche Anwendungsfelder, wie beispielsweise die Biomedizin oder die Mikro- und Nanotechnologie. Wir haben im TZDO eine ganze Reihe von Firmen, die in ihren Bereichen Innovationstreiber sind und neue Produkte sowie Geschäftsideen entwickeln und anbieten. Für das TZDO und für den Standort ist es sicherlich interessant, diese kleinen hochinnovativen Unternehmen noch stärker mit dem Mittelstand in der Region zu verknüpfen.

NIRO: Welche aktuellen Herausforderungen sehen Sie aufgrund zunehmender Digitalisierungsprozesse für die Region und das TZDO? Inwiefern könnte die Zugehörigkeit zu NIRO hilfreich sein?
Dirk Stürmer: Die Digitalisierung ist eine Herausforderung für alle Unternehmen in der Region – selbstverständlich auch für das TZDO. Ganz wichtig ist es, das Thema Digitalisierung in jeder Firma, in jeder Institution genau zu definieren: Was ist sinnvoll an digitalen Prozessen einzuführen? Welche Softwaremöglichkeiten sollten genutzt und umgesetzt werden? Dabei bedarf es Expert*innen, die diese Fragestellungen und Lösungswege der Digitalisierung übersetzen können. Notwendig ist eine Abwägung zwischen dem Möglichen und dem Notwendigen sowie dem wirtschaftlich Sinnvollen. Dabei wäre es gewinnbringend für uns und für die Unternehmen in der Region, wenn es hier neben den bestehenden Formaten künftig noch mehr Möglichkeiten zum Austausch gäbe. Sicherlich kann das TZDO mit seinen innovativen Unternehmen und Kontakten hier eine Bereicherung für NIRO sein.  
Ein Thema, das uns noch stärker beschäftigen muss, ist die Datensicherheit, insbesondere der Umgang mit vertraulichen Daten und Unternehmensdaten. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Komplexität von Daten. In diesem Bereich haben wir im TZDO eine ganze Reihe von Unternehmen, die interessante Lösungen anbieten.
Die Komplexität von Daten nimmt immer weiter zu. Wir verfügen heute über immer mehr Sensorik und produzieren immer mehr Daten. Diese Daten müssen handhabbar gemacht werden. Dazu gibt es verschiedene Ansätze zur Datenanalyse und -bewertung, beispielsweise über Künstliche Intelligenz. Im TZDO haben wir verschiedene Start-ups und Gründer*innen, die entsprechende Algorithmen beherrschen und innovative Lösungen für Unternehmen anbieten können.


NIRO: Und zum Schluss noch ein bisschen Wunschkonzert: Welche Veranstaltung darf NIRO für Sie bzw. Ihr Team planen?
Dirk Stürmer: Ein Wunschformat aus Sicht des TZDO wäre eine Transferveranstaltung, eine Transfermesse oder ein Transferkongress: Hier könnten sich innovative Unternehmen aus dem TZDO mit Mittelständlern aus der Region treffen.
Unsere jungen Unternehmen könnten hier ihre Ideen mit erfahrenen Marktakteuren aus der Region im direkten Kontakt spiegeln. Für die mittelständischen und Industrie-Unternehmen wäre es wiederum interessant, intelligente Ansätze und innovative Lösungen für ihre Herausforderungen aus erster Hand präsentiert zu bekommen. Vielleicht könnte daraus ja auch eine Formatreihe mit thematisch zugespitzten Veranstaltungen werden.

NIRO: Herzlichen Dank und weiterhin auf gute Zusammenarbeit!