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proWeiterbildung PLUS: Erste Ergebnisse der Befragung von Bildungsdienstleistern

Ausfüllen der Online-Umfrage Foto: NIRO e. V.

Die WFG Kreis Unna befragte im Rahmen des Projekts proWeiterbildung PLUS die Bildungsdienstleister in der Region zu ihrer digitalen Ausrichtung. Erste Ergebnisse liegen vor und geben Aufschluss über den aktuellen Stand.

Die Online-Umfrage mit rund 20 Fragen richtete sich an rund 300 Ansprechpartner*innen bei unterschiedlichen Bildungsdienstleistern. Es liegen aktuell Rückmeldungen von 32 Bildungsdienstleistern vor.
Grundsätzlich wurde die Umfrage konzipiert und durchgeführt, um für die weitere Arbeit im Projekt besser einschätzen zu können, wie digital die Bildungsdienstleister in der Region aufgestellt sind. Dabei ging es unter anderem um den Stand der Digitalisierung der Weiterbildungsorganisation allgemein sowie um den Stand der Digitalisierung der jeweiligen Weiterbildungsangebote, welche digitalen Lernformate bereits angeboten werden und wie häufig welche sozialen Medien genutzt werden.

Status Quo: Stand der Digitalisierung der Weiterbildungseinrichtung, der Weiterbildungsangebote und des Kenntnisstands zum Thema Digitalisierung

Es sind in den vergangenen Jahren bei nahezu allen Bildungsdienstleistern viele Projekte umgesetzt worden, um Digitalisierung in der Organisation allgemein voranzubringen.
Aus der Befragung ging deutlich hervor, dass die Bildungsdienstleister den Grad ihrer Digitalisierung als relativ hoch einschätzen.
Bei den befragten Bildungsdienstleistern schätzen sich auf einer Skala von 1 bis 10 insgesamt 67 Prozent mit Wert 7 oder höher ein, was den Stand der Digitalisierung im Unternehmen allgemein angeht.
Auch für die Abfrage zum Stand der Digitalisierung der Weiterbildungs-angebote gibt es eine ähnliche Verteilung: Hier sehen sich 59 Prozent bei einem Wert von 7 und höher.
Auch der eigene Kenntnisstand zum Thema Digitalisierung in den Weiterbildungseinrichtungen wird als recht hoch eingeschätzt: Rund 69 Prozent sehen ihren Kenntnisstand bei einem Wert von 8 und höher.
Damit ist davon auszugehen, dass die meisten Bildungsdienstleister Digitalisierung gegenüber weitestgehend offen sind und sowohl Prozesse in ihrer Organisation als auch ihre Angebote angepasst haben. Es liegen keine Vergleichszahlen aus der Zeit vor der Corona-Pandemie vor. Man kann jedoch vermuten, dass sich in den letzten zwei Jahren in diesem Bereich viel getan hat und perspektivisch auch die weitere Entwicklung zu mehr Digitalisierung in den Organisationen der Bildungsdienstleister führen wird.

Digitale Lernformate

Ein Bereich der Online-Umfrage beschäftigte sich mit den digitalen Lernformaten, die Bildungsdienstleister für Gruppen und Einzelpersonen anbieten. Hier lassen sich klare Spitzenreiter erkennen. Mit rund 81 Prozent liegen Online-Seminare auf Platz 1 der digitalen Lernformate für Gruppen, gefolgt von Online-Trainings (56 Prozent) und Online-Workshops (41 Prozent).
Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den favorisierten digitalen Lernformaten für Einzelpersonen: Online-Unterricht stellt mit 64 Prozent das wichtigste Format dar. Danach stehen auf dem zweiten Platz Online-Trainings und Online-Coachings mit jeweils 48 Prozent.
Zudem haben sich auch weitere digitale Lernformate etabliert: Mit jeweils 60 Prozent sind Online-Lernplattformen und Digitale Klassenzimmer mit verschiedenen Tools in den digitalen Lernalltag eingezogen – sicherlich auch eine Entwicklung, die durch die Corona-Pandemie und die daraus resultierende Notwendigkeit von online durchführbaren Bildungsmöglichkeiten beschleunigt wurde.

Maßnahmen im Bereich Online-Marketing

Auch die Online-Marketingaktivitäten der Bildungsdienstleister wurden abgefragt.
Fast alle Bildungsdienstleister (97 Prozent) stellen Informationen auf ihrer Webseite bereit. 83 Prozent posten Social-Media-Beiträge. Ein Online-Programmheft mit einer Aufstellung der Weiterbildungsangebote stellen 69 Prozent der Bildungsdienstleister zur Verfügung. 66 Prozent nutzen E-Mail-Marketing mit regelmäßigen Newslettern und 59 Prozent schalten auf Social-Media-Kanälen Werbung.
Insgesamt zeigt sich, dass die meisten Bildungsdienstleister unterschied-liche Möglichkeiten des Online-Marketings nutzen und auch die Auswertung von Klickzahlen, Suchmaschinenanzeigen und Bannerwerbung eingesetzt werden.

Im letzten Teil der Umfrage wurde gezielt danach gefragt, welche Unterstützung sich die Bildungsdienstleister im Rahmen des Projektes wünschen. Alle haben Interesse daran, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Dazu werden sie auf einer Bildungs-landkarte der Region verortet, die im nächsten Schritt entwickelt wird.
Dialog und Austausch sowie Vernetzung und Erfahrungsaustausch mit Unternehmen und anderen Anbietern wurden darüber hinaus mehrfach genannt.
An entsprechenden Veranstaltungen und gemeinsamen Aktionen arbeitet das Projektteam und wird damit vielen Wünschen und Anregungen nachkommen.