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Novellierung der GewAbfV 2019 – ein Jahr danach und Neues

Die Teilnehmer*innen im Wertstoffzentrum der DOGA

Aussortierte Kunststoffabfälle der Gewerbeabfallsortieranlage im Wertstoffzentrum der DOGA mbH in der Pottgießerstraße in Dortmund

Die Gewerbeabfallsortieranlage der DOGA mbH

Die Papierpressanlage für gewerbliches Mischpapier im Wertstoffzentrum der DOGA mbH

Die Gruppe bei der Besichtigung des Papier-Ballen-Lagers im Wertstoffzentrum der DOGA mbH

Die großen Mengen führen vor Augen, wie bedeutend nachhaltige Abfallwirtschaft insgesamt ist.

Vor einem Jahr haben sich Mitarbeiter*innen aus NIRO-Mitgliedsunternehmen in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der DOGA, der AVA und dem Umweltamt Unna auf die Novellierung der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) 2019 vorbereitet. Wie verabredet traf sich die Gruppe wieder, um sich über Veränderungen und Erfahrungen im Rahmen der novellierten GewAbfV auszutauschen.

Ein Jahr danach und Neues: So lautete das Thema, das NIRO-Mitglieder gemeinsam mit Experten der DOGA, der AVA und dem Umweltamt Unna am 27. Februar 2020 bei der EDG Entsorgung Dortmund GmbH diskutierten.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Teilnehmer*innen eröffnete eine Expertenrunde unter Einbindung des Plenums den Nachmittag.
Dr. Stefan Bick informierte als Sachverständiger über die Testierung der Getrenntsammlungsquote in Betrieben bzw. bei den Abfallerzeugern entsprechend den Mitteilungen der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) 34.
Marc Roussell berichtete von seinen Erfahrungen, die er bei der DOGA (Dortmunder Gesellschaft für Abfall mbH) im Rahmen seiner Beratungstätigkeit hinsichtlich der Umsetzung machte.
Im Umweltamt Unna sind Andreas Schneider und Michael Schneider zuständig für den Vollzug im Kreisgebiet Unna und gaben einen Einblick in die dortige Praxis.
Auch Johannes Niemann von der AVA (AVA – Abfallvermeidungsagentur GmbH) brachte seine Erfahrungen und Beobachtungen ein.
Außerdem wurden das weitere Vorgehen und die Bedeutung der Pflicht-Restmülltonne im Rahmen des Vollzugs diskutiert.

Der nächste Programmpunkt führte die Gruppe per Bus in das DOGA-Wertstoffzentrum in Dortmund, eine zugelassene Vorbehandlungsanlage. Dort gab es einen Rundgang durch die Sortieranlage, u. a. für Papier/Pappe/Kartonagen und das Material aus der Kombinierten Wertstofftonne. Die Teilnehmer*innen informierten sich genauer über den Ablauf der Sortierung und die Quoten zum Rücklauf der Wertstoffe in den Stoffkreislauf.

Nach der Exkursion gab es weitere Informationen über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Abfallwirtschaft.
Zum Thema Kanal-TV Zustandserfassung und Kanalreinigung informierte Claudia Kriening aus dem Bereich Abwassertechnik der DOGA. Inzwischen liegt ein Angebot zur Kanal-TV Zustandserfassung und zur Kanalreinigung vor und kann seitens der NIRO-Mitgliedsunternehmen in Anspruch genommen werden. Detaillierte Informationen dazu finden sich im NIRO-Wissen.
Diskutiert wurden weiterhin die Bestimmungen zur Abfallvermeidung im EU-Recht, die demnächst auch in Deutschland umgesetzt werden: Welche Bedeutung haben hier die Ökodesign-Richtlinie, die erweiterte Produktverantwortung, Vorgaben zu Einwegkunststoff-Produkten und das Verpackungsgesetz? Ergänzt wurden die Überlegungen dazu von einem Exkurs der AVA zum Thema „Energieaudit nach Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) für Nicht-KMU“.

Insgesamt waren sich alle Teilnehmer*innen einig, dass die interessante Exkursion erneut vor Augen führte, wie sehr auch zukünftig der Umgang mit Abfall und seine Vermeidung ein zentrales Thema bei nachhaltiger Produktion sein wird. Angesichts der immensen Mengen, die im Wertstoffzentrum täglich anfallen und aufbereitet werden müssen, sind alle Verbraucher*innen  – auch privat – in der Verantwortung, Abfälle korrekt zu trennen. Dazu müssten sie vielleicht auch noch umfassender informiert werden.

Für die nächste Zusammenkunft, die in etwa einem Jahr stattfinden soll, wünscht sich die Gruppe einen Besuch der Müllverbrennungsanlage in Hamm.
Darüber hinaus wird es themenspezifische zusätzliche Veranstaltungen geben. Die erste zum Thema „Nachhaltige Verpackungen“ wird gerade geplant und baldmöglichst kommuniziert.

NIRO bedankt sich bei der DOGA für die Gastfreundschaft und bei allen Experten der DOGA, dem Umweltamt Unna und der AVA aus Lünen für ihre Expertise und die inhaltliche Bereicherung dieses informativen Nachmittags.